Wie kam ich zum Schreiben?

Wie kam ich zum Schreiben?

Meine Leidenschaft, meine Liebe, mein Traum, meine Zukunft– das Schreiben.

Wie kam es eigentlich dazu?
Ich schreibe seit meiner Jugend, so weit reichen zumindest die Word Dokumente zurück 😀
Zu diesem Zeitpunkt waren meine Ergebnisse natürlich eher schlecht als recht, aber hey jeder fängt mal klein an. Und wäre es von Anfang an gut gewesen, hätte ich heute nichts mehr, worüber ich lachen könnte, denn es ist immer wieder aufs Neue lustig, wenn man mal in ein altes Manuskript reinliest.
Aber von Anfang an.
Dass ich viel Fantasie habe, bemerkte ich recht früh, denn kaum war ich alt genug, registrierte ich mich im Schüler CC ( kennt ihr das noch? ).

Dort habe ich dann mit Freunden, gern auch mal mit Fremden, sogenannte RPGs geschrieben (für alle die es nicht wissen –Role playing game).Dabei haben wir uns natürlich die verrücktesten Geschichten ausgedacht. Und auch etwas anderes hat mir das RPG beigebracht, und zwar Charakterentwicklung. Wir haben unsere Charaktere immer in Form eines ellenlangen Charaktersteckbriefs entworfen. Und jeder wird wissen, dass eine Geschichte nichts ohne tiefgründige Charaktere ist. In dem Zusammenhang betrachtet, hat mir das RPG also nicht nur geholfen meine Fantasie unterzubringen, sondern hat mich gewissermaßen auch auf etwas „Größeres“ vorbereitet.
Doch irgendwann hat es mir nicht mehr gereicht die Geschichten zu teilen und ich habe damit begonnen meinen ersten Roman zu schreiben. Ja, ich habe sofort mit dem Roman begonnen. Keine Kurzgeschichten, keine Gedichte- Es musste ein Roman sein.
Rückblickend betrachtet hätte es mir wohl ganz gut getan, wenn ich erstmal kleine Brötchen gebacken hätte, aber ich war noch nie der Typ für kleine Brötchen, bei mir musste immer alles groß werden und schnell gehen. Aber mittlerweile habe ich realisiert, das die Brötchen nicht von Anfang an groß sind, sondern erst im Ofen aufblähen…

Ich begann also meinen ersten Roman zu schreiben. Na ja oder besser gesagt die ersten fünf Seiten eines Romans. Und bei diesen fünf Seiten blieb es dann auch. Ich hatte das Schreiben maßlos unterschätzt. Aber nur, weil es mit dieser Geschichte nichts geworden ist, ließ ich mich nicht unterkriegen. (Selbst wenn ich gewollt hätte, ich wäre wahrscheinlich vor Ideen geplatzt) und so folgen diesen fünf Seiten ein neuer Romananfang, der schon mal sieben Seiten hatte und so weiter…
Zu dem Zeitpunkt waren meine Manuskripte stark historisch beeinflusst . Jetzt fragt mich bitte nicht, wie ich auf die Idee kam mein 14-jähriges -Selbst könnte einem historischen Fantasy Roman gewachsen sein.
Später folgte ich dann dem Twilight-Hype und schrieb eine Story über Vampire, diese wurde sogar ganze 57 Seiten lang. An der Stelle wird es Zeit für ein Geständnis, wahrscheinlich habt ihr euch schon gefragt, woher mein Name kommt.
Ich sehe bildlich vor mir, wie euch ein Licht aufgeht und ihr theatralisch mit den Augen rollt, aber ja ich bekenne mich schuldig , mein Pseudonym ist durch die Bis(s) -Reihe beeinflusst.

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Ich wollte ein Pseudonym, dass für mich eine Bedeutung hat. Klar, es sollte auch gut klingen, aber ich wollte mehr. Das E.R. die Initialen meines bürgerlichen Namens sind, ist wahrscheinlich den meisten klar. Swan hingegen ist der Nachname einer Protagonistin , die mich in meinem Schaffensprozess irgendwie beeinflusst hat. Und ja meine lieben Leute, wir reden hier von der Biss-Reihe. Sie war die erste Reihe, die ich nicht aus der Hand legen konnte. Die erste Reihe, die mich richtig gefangen genommen hat ( mal abgesehen von den Pony-Romanen, die jeder mit 9 Jahren gelesen hat) und so verschrien die Sie auch sein mag- Ich habe Sie geliebt, liebe Sie immer noch und werde Sie auch immer lieben. Deswegen stehe ich auch dazu, dass mein Name von Bella Swan abstammt.
An alle die jetzt nicht vor Schreck schon den Tab geschlossen haben :  Ich freue mich sehr, dass ihr weiterhin dabei bleibt ! 😀
Das Pseudonym stand natürlich nicht von Anfang an, also springen wir nochmal ein Stück zurück.
Ich schrieb also munter einen Romananfang nach dem nächsten, brachte jedoch kaum etwas zu Ende. Was heißt kaum… Ich brachte nichts zu Ende. Um genau zu sein, kam ich in den meisten Fällen (ausgenommen der Vampirstory) nicht mal über die ersten 20 Seiten hinweg…
Aber einige Jahre später, ich schätze 13 oder 14 hatte ich eine Idee im Kopf, die mich nicht mehr losließ. Sie wollte raus. Und so begann ich ohne eine Ahnung, wohin es gehen sollte darauf loszuschreiben. Wie würde Goerge R.R. Martin jetzt sagen? Ich begann ein paar Samen zu streuen.
Die Idee kam übrigens vor dem Panem-Hype. Leider aber nach dem 50- Shades of Grey- Hype und so begann ich eine erotisch angehauchte Dystopie zu schreiben.

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Aber wie es mit Samen nun mal so ist, man weiß nicht unbedingt was aufgeht und was nicht. Und so schrieb ich gute 90 Seiten an einem Plot, der ungefähr so durchdacht war, wie der Schönefelder Flughafen – Gar nicht.
Ich habe ein paar mal probiert das Manuskript zu retten, immerhin liebte ich die Geschichte. Aber glaubt mir, wenn ich sage: Da war Hopfen und Malz verloren.
Und so schleppte ich die Idee mehrere Jahre mit mir herum. Sie ließ mich einfach nicht los, doch ich wusste, dass die 90 bereits getippten Seiten für die Tonne waren. Das Schlimmste daran war, dass ich kein Linkin Park mehr hören konnte, ohne dass ich die Charaktere vor mir sah. Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber ich bekomme eine Idee immer durch ein spezielles Lied. In meinem Kopf wird dann ein Kinotrailer gebastelt und schwups weiß ich was ich zu tun habe. Problem ist nur, dass dieser Trailer immer abläuft, wenn ich das entsprechende Lied höre( für alle, die jetzt neugierig geworden sind:


Ich schleppte also die Geschichte mit mir rum und mied Linkin Park so gut es ging, denn ich wollte nicht daran erinnert werden, dass ich eine so tolle Idee(wie ich fand) vor die Wand gefahren hatte.
Es folgten also gute zwei, drei Jahre, die ich gar nicht schrieb. Hier und da probierte ich mich mal an einer neuen Idee, doch es scheiterte an den üblichen 20 Seiten.
Und alle Autoren werden wissen was ich meine, wenn ich sage: Nichts ist nerviger, als jahrelang dieselben Charaktere mit sich herumzutragen, dieselbe Geschichte, ohne sie loszuwerden, ohne sie erzählen zu können.
Und so traf ich einen Entschluss. Ich wollte das Buch nochmal komplett neu machen. Ich stellte also den Plot um, entwarf teilweise neue Charaktere und Handlungsstränge und perfektionierte das Desaster, was mir in Form von 90 A4 Seiten bereits vorlag.

Und dann ? Schrieb ich, aber nicht weiter. Nein ich fing bei 0 an.

Wie es das Schicksal so wollte, hatte ich zwischen meinem Abschluss und der Ausbildung 2 Monate frei. Und die nutzte ich. Tja und 2 Monate später stand Band 1 meiner Dystopie. Wenn auch nur in der Rohfassung, aber er stand.

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Ihr seht also es geht. Und an alle, die noch wie damals am verzweifeln sind, weil Sie es nicht bis zum Ende schaffen : Ihr müsst es nur einmal packen, nur einmal. Danach geht es von allein.
Meinem ersten Manuskript folgten im nächsten halben Jahr noch zwei weitere. Einmal die Fortsetzung und der erste Band einer neuen Reihe.
Also tut mir einen Gefallen und gebt nicht auf. Manchmal brauch es Monate oder Jahre, um ein Buch zu beenden, aber ihr schafft es. Ihr dürft nur nicht aufgeben.

Ihr habt noch Fragen? Dann könnt ihr mir diese gerne in den Kommentaren stellen oder mir auch gleich eine Mail über das Kontaktformular senden !

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